Pressemitteilung, 28.02.2018

PR-Kampagne der Landesregierung ‚Land hat Zukunft - Heimat Hessen‘ hilft dem ländlichen Raum nicht

„Unter dem Motto ‚Land hat Zukunft – Heimat Hessen‘ reisen seit einigen Tagen Ministerpräsident Volker Bouffier und einige Minister durch Hessen und loben sich selbst über den grünen Klee. Doch wer in der Fläche Gerichtsstandorte schließt, sich lange Zeit wenig Gedanken um die Versorgung im ländlichen Raum und um die betroffenen Menschen macht, sollte die Backen etwas weniger aufblasen.

Was wir brauchen, ist eine ordentliche Versorgung allerorts. Im ländlichen Raum fehlen außerdem Ärztinnen und Ärzte. Zudem müssen viele Kommunen Gebühren, Abgaben und Beiträge erhöhen. Es fehlt vielerorts an Mitteln für den Erhalt von Infrastruktur, für die Versorgung von Senioren und Kranken sowie an Möglichkeiten für eine gute Kinderbetreuung – hier besteht dringender Handlungsbedarf. Und da hilft keine PR-Kampagne, die die beklagenswerten Zustände vielerorts nicht verbessert.“

Nach Ansicht der LINKEN müssten die ländlichen Regionen viel stärker gefördert werden, damit sie wirtschaftlich und kulturell nicht abgehängt werden und nicht immer mehr Menschen diese verlassen, so Schott. Um dieser Entwicklung zu begegnen, fordere DIE LINKE strukturpolitische Maßnahmen für den ländlichen Raum.

Schott: „Während der Bevölkerungsdruck auf die Ballungsgebiete wächst, stellen sich auf dem Land andere Probleme: Der ÖPNV muss aus-  statt abgebaut werden, Schulen müssen erhalten bleiben und Ämter und Behörden bürgernah zur Verfügung stehen. Damit Freizeit- und Kulturangebote erhalten bleiben, fordert DIE LINKE den Ausbau der kommunalen Selbstverwaltung, um den Kommunen mehr Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen. Schwarzgrün hat hier leider eine vollkommen falsche Weichenstellung vorgenommen – darüber können auch Werbetouren übers Land nicht hinwegtäuschen.“