Pressemitteilung, 25.01.2018

Förderung der ökologischen Landwirtschaft in Hessen: Wann werden die landeseigenen Flächen umgestellt?

 

Zu Entwicklung des Ökolandbaus in Hessen erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der ökologische Landbau muss zum Regelfall werden, wenn wir den Biodiversitätsverlust wie das Insektensterben, Grundwasserverseuchung, Bodenschädigung, den hohen Ausstoß an Treibhausgasen, den gefährlichen Antibiotikaeinsatz und die Verseuchung unserer Nahrungsmittel durch Agrochemikalien wie Glyphosat beenden wollen. 13,5 Prozent ökologisch bewirtschaftete Flächen sind gut im Bundesvergleich, aber noch lange unter einer zur Bekämpfung der Umweltschäden relevanten Größe.“

Darüber hinaus müssten die soziale Absicherung und die Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft verbessert werden, so Schott.

„Wer eine zukunftsfähige Landwirtschaft will, muss sie sozial und ökologisch gestalten. Es ist mehr als bedauerlich, dass Hessen mit relativ guten Förderprogrammen versucht, Betriebe zur Umstellung zu bewegen, die landeseigenen Ackerflächen aber zum größten Teil immer noch konventionell bewirtschaftet werden. Selbst der Einsatz von Glyphosat ist auf landeseigenen Ackerflächen noch möglich. Nicht nur wegen der mangelnden Vorbildfunktion ist dies völlig inakzeptabel.“

Hinweis: In der Fragestunde des Hessischen Landtages am kommenden Dienstag fragen wir Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) nach dem Einsatz von Glyphosat auf den vom Land Hessen land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen.