Pressemitteilung, 12.07.2018

Alarmierende Zahlen der Bundesagentur für Arbeit: Eine radikale Wende in der hessischen Arbeitsmarktpolitik ist dringend geboten

Zu der aktuellen Studie des IAB Regional ‚Abgänge aus Langzeitarbeitslosigkeit in Hessen - Niedriges Niveau, aber große Unterschiede. Strukturanalyse der Abgangsraten von Langzeitarbeitslosen in Hessen‘ erklärt Marjana Schott, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Hessen liegt beim Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen Arbeitslosen über dem Bundesdurchschnitt. Das ergeben heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichte Zahlen. Ein Hauptgrund hoher und verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit sind fehlende Schul- und Berufsabschlüsse.
Alarmierend ist, dass in Hessen 65,5 Prozent aller Hartz-IV-Empfängerinnen und -Empfänger über keine berufliche Ausbildung verfügen – der drittschlechteste Wert bundesweit. Besonders schlimm ist vor diesem Hintergrund, dass in Hessen im Jahr 2017 nur 1,9 Prozent aller Arbeitslosen ohne abgeschlossene Berufsausbildung die Chance auf einen beruflichen Abschluss erhielten. Das ist sogar der schlechteste Wert bundesweit. DIE LINKE erwartet noch vor der Wahl von der Landesregierung eine Erklärung, was sie gegen diese dramatische Entwicklung zu tun gedenkt.“

Die schwarzgrüne Landesregierung müsse sich endlich für eine radikale Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik einsetzen, so Schott.

„Die Mittel für berufliche Weiterbildungen mit dem Ziel eines Berufsabschlusses müssen deutlich aufgestockt werden. Arbeitslose brauchen endlich einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung – wie dies DIE LINKE schon lange fordert.“