Pressemitteilung, 17.05.2018

Konsequenzen aus dem Sozialbericht ziehen – Kinderarmut bekämpfen

 

DIE LINKE hat den Antrag ‚Konsequenzen aus dem zweiten hessischen Landessozialbericht ziehen – Landesaktionsplan gegen Kinderarmut realisieren‘ in den Landtag eingebracht. Dazu erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „Die Zahlen im hessischen Landessozialbericht sind erschreckend, die Armutsrisikoquote bei Kindern und Jugendlichen liegt bei 21 Prozent. Die Maßnahmen der schwarzgrünen Landesregierung dagegen sind leider sehr mager. Die Folge ist, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von Grundsicherungsleistungen leben müssen. Das bedeutet eingeschränkte gesellschaftliche Teilhabe, Benachteiligungen bei der Bildung und in der gesundheitlichen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder - wenn auch ein großes Ärgernis, - dass Schwarzgrün keinen Bedarf an einer öffentlichen Diskussion des Landessozialberichts hat.“

 DIE LINKE fordere die Landesregierung weiter auf, Konsequenzen aus der zunehmenden Kinderarmut zu ziehen, so Schott. Sie schlage dazu zehn Felder vor, auf denen die Landesregierung aktiv werden müsse und neue Orientierungen vorgenommen werden sollten. Dabei handele es sich um existenzsichernde Beschäftigung für die Eltern, die oft genug alleinerziehend seien, aber auch um konkrete Maßnahmen, die Kindern aus armen Familien den Zugang zu Bildung, gesellschaftlicher Teilhabe und guter gesundheitlicher Entwicklung eröffnen sollten. 

 Schott: „Zudem lädt DIE LINKE. im Hessischen Landtag zu einer sozialpolitische Tagung am 8. Juni in Frankfurt ein, bei der der Landessozialbericht aus Sicht eines Kindheitsforschers, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und des Sozialverbandes VdK beleuchtet wird. In Foren werden die Forderungen der LINKEN zu Kinderarmut, für eine bedarfsorientierte, sanktionsfreie Grundsicherung, bezahlbare Wohnungen und eine Gesundheitspolitik, die soziale Ungleichheit überwindet, beraten.“