Pressemitteilung, 21.06.2018

EuGH-Urteil zur Nitratrichtlinie: Düngemitteleinsatz muss gesenkt, die Landwirtschaft weniger intensiv betrieben werden

Zum heutigen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Klage der EU-Kommission gegen Deutschland wegen der Nicht-Einhaltung der EU-Nitratrichtlinie erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die intensive Landwirtschaft und zu große Tierbestände sind die Hauptquellen der Überdüngung. Die neue Düngeverordnung allein wird das Problem nicht lösen. Wollen wir unsere Gewässer, allem voran unser Trinkwasser, schützen und hohe Strafzahlungen vermeiden, darf in der landwirtschaftlichen Produktion nicht jeder mögliche Intensivierungsschritt mitgegangen werden.“

Die Folgekosten einer hoch intensiven Landwirtschaft seien beispielsweise bei der Trinkwasseraufbereitung zu beklagen oder in Ländern spürbar, in denen Billigimporte aus Deutschland lokale Landwirtschaft zerstörten.

„Unter der programmatischen Überschrift ‚Wochenmarkt statt Weltmarkt, Ratschlag für sozial-ökologische Landwirtschaft‘ lädt DIE LINKE für den 22. Juni zu einer Veranstaltung in Witzenhausen ein. In der geht es unter anderem um die Neuausgestaltung der gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, den sozial-ökologischen Umbau der Landwirtschaft und um die Frage, wie eine weniger intensive ökologische Landwirtschaft mit angemessener Düngung auf großen Flächen gelingen kann.“


Hinweis:

Wochenmarkt statt Weltmarkt - Ratschlag für eine sozial-ökologische Landwirtschaft, 22. Juni 2018  

Alle wichtigen Infos zur Veranstaltung sind unter folgendem Link zusammengefasst: nachhaltig-links.de/index.php/agrar/1946-wochenmarkt-statt-weltmarkt