Pressemitteilung, 09.05.2018

Marburger Rohstoffverwertung: Behörden schaffen es in 27 Jahren nicht, den Schadstoffausstoß zu beenden

 

Zu dem Versagen von Behörden und Gericht gegenüber der Marburger Rohstoffverwertung Johannes Völker GmbH in  Lahntal-Goßfelden erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „Seit 1991 kämpfen Anlieger der Marburger Rohstoffverwertung für eine sauberere Luft. Seit 2013 versucht das Regierungspräsidium Gießen, Maßnahmen zur Verminderung des Schadstoffausstoßes gegen den Betrieb durchzusetzen. Doch bis heute sind nicht alle Maßnahmen umgesetzt und es ist unklar, ob der Schadstoffausstoß damit beendet werden kann. Laut Aussagen der hessischen Umweltministerin Priska Hinz im Umweltausschuss, wird das umliegende Grünland noch immer beprobt. Die Werte für 2017 lägen allerdungs noch nicht vor.

Dass die Rohstoffverwertung seit nunmehr 27 Jahren Schadstoffe an die Umwelt abgibt, ist ein Skandal und untergräbt das Vertrauen der Anlieger in das Behördenhandeln.“

 

Das Regierungspräsidium Gießen müsse für die Durchsetzung des Bundesimmissionsschutzgesetzes  sorgen, so Schott. Wie könne es sein, dass das Gras der umliegenden Wiesen nicht als Futtermittel verwendet werden dürfe und entsorgt werden müsse - aber der Betrieb ungestört weiterarbeiten könne?

Schott: „Das Verwaltungsgericht Gießen muss dem Verfahren eine höhere Priorität geben und endlich vorantreiben.“