Pressemitteilung, 14.02.2018

Glyphosat: Hessen muss den Einsatz auf landeseigenen Flächen stoppen

 

Dem Wiesbadener Kurier ist heute zu entnehmen, dass glyphosathaltige Pflanzenvernichtungsmittel in Hessen immer noch auf landeseigenen Flächen eingesetzt werden. Dazu erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Es geht nicht, dass das Land für den ökologischen Landbau Finanzmittel bereit stellt, doch auf landeseignen Flächen immer noch den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenvernichtungsmittel erlaubt. Um das Verbot des Biodiversitätskillers und gesundheitsschädlichem Glyphosats voran zu bringen, muss Hessen doch auf seinen eigenen Äckern mit gutem Beispiel voran gehen.“

Wie den Antworten der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) auf eine Frage der LINKEN zu entnehmen sei, dürfen auf vom Land Hessen oder von landeseigenen Betrieben landwirtschaftlich genutzten Flächen glyphosathaltige Mittel eingesetzt werden, so Schott. Dies sei skandalös, denn Glyphosat und sein Hauptabbauprodukt Aminomethyl-Phosphonsäure gelange auch in Organismen. Sie stünden zudem im Verdacht, Krebs auszulösen. Darüber hinaus erhöhe Glyphosat das Risiko, an neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson oder Autismus zu erkranken.

Schott: „Seit Jahren kündigen die Grünen an, den Einsatz von Glyphosat verbieten zu wollen. Da ist es völlig unverständlich, warum Umweltministerin Hinz das für die landeseigenen Flächen nicht schon längst durchgesetzt hat.

DIE LINKE fordert außerdem, dass sich die Landesregierung für einen Importstopp von mit Glyphosat belasteten Nahrungs- und Futtermitteln einsetzt. Weder darf dieses Pflanzengift und Antibiotika auf unseren Feldern eingesetzt werden, noch darf es über Importe in unsere Nahrungsketten gelangen. Einen entsprechenden Antrag haben wir in den Landtag eingebracht.“

Hinweis: Antrag DIE LINKE Glyphosateinsatz auf landeseigenen Äckern beenden - ökologische Landwirtschaft muss auch auf landeseigenen Flächen zum Regelfall werden