Pressemitteilung, 16.03.2017

Equal Pay Day: Frauen haben mehr verdient

 

Zum Equal Pay Day am 18. März erklärt Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

 „Zum elften Mal wird in Deutschland der Equal Pay Day begangen. Es geht darum, klar zu machen, dass Frauen zwar den Hauptteil gesellschaftlicher Arbeit leisten, sie aber 21 Prozent weniger Lohn als ihre männlichen Kollegen erhalten. 21 Prozent weniger als Männer bedeutet in finanzieller Hinsicht: Frauen arbeiten in Deutschland bis zum 18. März umsonst.

Schlimmer noch ist es bei der Rente: Hier beträgt die Lücke, beispielsweise wegen  Kinderbetreuungszeiten, sogar 53 Prozent. Das niedrigere Lohnniveau in den Berufen, in denen vor allem Frauen arbeiten, ist ein weiterer Grund dafür. DIE LINKE fordert die Landesregierung auf, in ihrem Einflussbereich für eine bessere Bezahlung von Frauenarbeit zu sorgen. Lehrkräfte in den Grundschulen müssen endlich genauso wie die in anderen Schulformen bezahlt werden. Und für Erziehung und Pflege müssen mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit hier bessere Löhne gezahlt werden können.“

 Familien- und Erwerbsarbeit seien immer noch schlecht miteinander vereinbar. Benötigt würden überall ausreichende Kinderbetreuungseinrichtungen und Ganztagsschulen, aber auch eine bessere Unterstützung von familiärer Pflege, so Schott. Die Maßnahmen der Bundesregierung seien hier völlig untauglich.

 Schott: „Wir brauchen dringend ein besseres Rentenniveau. Die Landesregierung muss sich im Bund für ein Rentenniveau von 53 Prozent des vorherigen Lohns und eine solidarische Mindestrente stark machen, bei der niemand von weniger als 1050 Euro leben muss. 

‚Mit uns ist zu rechnen‘. Das ist das Motto des Frauenbündnisses gegen Altersarmut Südhessen, das am 17. März in Darmstadt für eine bessere Absicherung von Frauen eintritt. Wir unterstützen diese Aktion - genauso wie viele weitere Aktivitäten von Frauenbeauftragten, dem VdK sowie von anderen Verbänden und aktiven Frauen.“