Pressemitteilung, 12.12.2017

Weg mit dem Paragraf 219a

 

Zu der Übergabe von 141.000 Unterschriften unter der Petition „Informationsrecht für Frauen zum Schwangerschaftsabbruch“ an Bundestagsabgeordnete erklärt Marjana Schott, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Heute hat die Ärztin Kristina Hänel die Petition an Abgeordnete der LINKEN, SPD, FDP und Grünen übergeben. Wir erwarten, dass der Bundestag den Paragraf 219a abschafft, mit dem Ärztinnen und Ärzte kriminalisiert werden, die sachlich über einen Schwangerschaftsabbruch informieren.“

Frauen brauchten diese Informationen und die Möglichkeit, sich für oder gegen ein Kind entscheiden zu können, so Schott.

„Frauen brauchten gute Beratung und müssen wissen, was bei einem Schwangerschaftsabbruch auf sie zukommt. Wir freuen uns darüber, dass es Ärztinnen wie Christina Hänel gibt, die engagiert und mutig diese Aufgabe erfüllen. Es ist wichtig, dass Frauen keine Odyssee auf sich nehmen müssen, bevor sie einen Arzt oder eine Ärztin finden, die einen Abbruch vornehmen.

DIE LINKE hat im Landtag einen Antrag eingebracht, in dem sie die Landesregierung auffordert, eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des § 219 a einzuleiten. Dieser ist noch in der Abstimmung und wir hoffen, dass er parteiübergreifend auf Zustimmung stößt.“

Hinweis: Inzwischen sind es bereits mehr als 151.000 Unterstützerinnen und Unterstützer unter der Petition (https://www.change.org/p/kristinah%C3%A4nel-informationsrecht-f%C3%BCr-frauen-zumschwangerschaftsabbruch-219a-behindert-das), die vor zwei Monaten gestartet wurde. Dies zeigt die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Diskussion zum Selbstbestimmungsrecht von Frauen.