Pressemitteilung, 23. Dezember 2016

K+S:  Versenkgenehmigung ist ein Pyrrhussieg für die Arbeitsplätze

Zur heute erteilten Genehmigung zur Versenkung der Salzabwässer durch K+S erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Mit der Genehmigung, weiterhin bis 2021 Salzabwässer zu versenken, verstößt Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) zum wiederholten Mal gegen Gesetze zum Schutz des Grund- und Trinkwassers. Vorsorge- und Verursacherprinzip werden sträflich missachtet. Außerdem ist eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze in der Kaliindustrie nur mit moderner, umweltfreundlicher Technologie möglich.“

Nachdem 2008 die hessische Fachbehörde empfohlen habe, die Grundwasser gefährdende Versenkung zu beenden, sei das jetzt nach 2011 und 2015 schon die dritte so genannte ‚letzte Genehmigung‘, so Schott.

„Obwohl seit Jahren alternative Konzepte zur Entsorgung vorliegen, gibt es erneut ein ‚Weiter-So‘. Vermeintlich geht es um die Interessen der Beschäftigten - tatsächlich werden jedoch die Anleger wie Goldman Sachs, BlackRock und die Deutsche Bank bedient. Bislang wurde das alternative Eindampfverfahren mit dem Hinweis auf zu hohen Energieverbrauch abgeschmettert. Jetzt hat das Fraunhofer-Institut den Gegenbeweis angetreten.