Pressemitteilung, 24.08.2018

Herzlichen Glückwunsch, hessisches Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung

„Seit 25 Jahren ist das Hessische Koordinationsbüro für Frauen mit Behinderung (HKFB) eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für die rund 300.000 Frauen mit Behinderung und ihre Angehörigen in Hessen. Dies ist ein Grund zu feiern. Wir beglückwünschen die engagierten Kolleginnen, besonders die Leiterin Rita Schroll, die diesem Büro das Gesicht geben.“

Es sei erfreulich, dass die Anliegen von Frauen mit Beeinträchtigungen in Hessen so kompetent vertreten werden. Dies sei auch unbedingt erforderlich, da es viele Felder der Benachteiligung gebe. Nicht einmal die Hälfte der Frauen, die einen Grad der Behinderung ab 20 habe, sei erwerbstätig, so Schott. Hier gebe es aber viele, die mit oder ohne Assistenz durchaus bereit und in der Lage wären, zu arbeiten. Frauenhäuser müssten so ausgestattet werden, dass sie Frauen mit Behinderung aufnehmen könnten, Gewaltprävention sei für diese Personengruppe eine besonders wichtige Maßnahme und gleichgeschlechtliche Pflege sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Schott: „Von Seiten der Landesregierung gibt es viel zu tun, um die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voranzubringen. Eine Aufstockung des Personals in dem Koordinationsbüro wäre eine notwendige Maßnahme. Es mag für einige als Kleinigkeit erscheinen, dass die Parlamentsvorlagen oft genug leider nicht barrierefrei sind. Es ist aber eine Frage der Demokratie, dass die Vorlagen für alle Menschen zugänglich sind.“