Pressemitteilung, 22.11.2017

Mehr Personal in der Altenpflege

 

Zum Setzpunkt der LINKEN mit dem Thema ‚Mehr Personal für mehr Qualität in der Altenpflege‘ erklärt Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Altenpflege braucht mehr Personal, mehr Zeit, mehr Ausbildung, mehr Anerkennung. Das ist dringend erforderlich, um die zunehmend älter werdende Bevölkerung menschenwürdig versorgen zu können. Mehr Pflegekräfte wird es nur geben, wenn sich die Arbeitsbedingungen verbessern. Wir bedanken uns bei allen, die Tag und Nacht diese wichtige und oft genug schwere Arbeit leisten.“

DIE LINKE fordere die Landes- und Bundesregierung auf, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Die Pflegesätze seien zu niedrig, es gebe zu wenig Personal, eine enorme Arbeitsverdichtung und niedrige Löhne. Um auf die individuellen Bedürfnisse der Pflegebedürftigen einzugehen, bliebe kaum noch Zeit. Pflege sei aber keine Fließbandarbeit, sondern Arbeit am Menschen und müsse die Menschenwürde wahren. Privatwirtschaftliche Unternehmen hätten das Interesse, ihren Profit zu maximieren und damit nichts in der Pflege verloren.

Schott: „Wir brauchen eine bessere Personalmindestverordnung für die Altenpflege, es muss einen Personalschlüssel von einer Pflegekraft auf zwei Bewohnerinnen und Bewohnern geben, nachts müssen zwei Fachkräfte im Wohnbereich arbeiten und der Pflegemindestlohn muss erhöht werden. Schließlich ist die Landesregierung aufgefordert, die hessischen Altenpflegeschulen finanziell besser zu fördern, so dass sie sich gut für die Neuordnung der Pflegeberufe vorbereiten können.“

Hinweis: Beiliegend der Antrag der LINKEN zu ‚Mehr Personal für mehr Qualität in der Altenpflege‘