Pressemitteilung, 05.07.2018

Beton kann man nicht essen - keine weiteren Ackerböden für Logistikzentren

„Kein Jahr ohne ein neues Logistikzentrum auf gutem Ackerboden. Der andauernde Verlust von Landwirtschaftsfläche gefährdet unsere Ernährungssouveränität. Deshalb sagt DIE LINKE: Mit der Versiegelung von Ackerböden muss endlich Schluss sein. Seit 1992 sind laut hessischem Bauernverband über 40.000 Hektar Landwirtschaftsfläche verloren gegangen. Die Bebauung von Ackerböden ist nicht wieder gut zu machen, deshalb muss sie endlich gestoppt werden.“

Aktuell in der Planung seien das Rewe-Logistikzentrum in Wölfersheim (Wetteraukreis) mit 30 Hektar und das ‚Sondergebiet Logistik‘ in Neu-Eichenberg (Werra-Meißner-Kreis) mit knapp 80 Hektar, die derzeit noch dem Land Hessen gehörten. Beide Flächen seien beste Ackerböden, so Schott.

„Wer landeseigene Ackerflächen an Immobilienkonzerne verkauft, braucht sich nicht zu wundern, wenn das Ziel der hessischen Nachhaltigkeitsstrategie, die Neuversiegelung bis 2020 auf 2,5 Hektar pro Tag zu reduzieren, verfehlt wird. Es muss Schluss sein mit den Sonntagsreden von Umweltministerin Priska Hinz und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Die beiden Grünen-Politiker loben die Nachhaltigkeitsstrategie und den Werra-Meißner-Kreis als Ökolandbau-Modellregion, unternehmen jedoch nicht das Geringste gegen die Versiegelung von 80 Hektar besten Ackerbodens. Das Land muss hier eine Vorbildfunktion einnehmen. Die Landesregierung darf dem Verkauf der Flächen in Neu-Eichenberg nicht zustimmen.

Grundsätzlich gilt: Ein Bauverbot auf wertvollen Ackerflächen, wie es beispielsweise in Neuseeland existiert, wäre ein erster richtiger Schritt zur Sicherung unserer Ernährungsgrundlage.“

 

Hinweis:

Marjana Schott wird am kommenden Montag (9. Juli) an den Protesten gegen das Sondergebiet Logistik in Eichenberg teilnehmen.

Siehe auch https://www.neb-bleibt-ok.de/media/filer_public/f9/84/f984159b-39e3-4aea-aeb4-ed8eaaeb6c21/kein_sondergebiet_logistik_demo_und_spaziergang.pdf