Pressemitteilung, 31.01.2018

Glyphosat auf Hessens Feldern? Ministerin Hinz drückt sich vor klarer Antwort

 

Zu der Antwort der hessischen Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) auf die Frage, ob in den Jahren 2016 und 2017 vom Land Hessen oder von landeseigenen Betrieben auf land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen Glyphosat eingesetzt wurde, erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Während viele hessische Kommunen an einem Verbot der gesundheits- und umweltschädlichen Agrochemikalie Glyphosat auf ihren landwirtschaftlich genutzten Flächen arbeiten – oder es wie Wiesbaden und Marburg bereits schon eingeführt haben – kann die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin noch nicht einmal sagen, auf wie vielen Flächen, die ihrer Zuständigkeit unterstehen, Glyphosat eingesetzt wird. Wenn man nichts zu verbergen hat, sollte doch eine klare Antwort möglich sein. Die Ministerin hat sich jedoch weggeduckt.“

Auf ökologisch bewirtschafteten Flächen des Landes Hessen gäbe es keinen Einsatz von Glyphosat, so die Ministerin. Das sei doch wohl klar: Eine Fläche, die mit Glyphosat bearbeitet wird, könne niemals eine Ökologische sein. Die Antwort, wie hoch der Anteil dieser Flächen an den 14.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche des Landes Hessen sei, blieb sie aber auf weitere Nachfrage der LINKEN schuldig.

„Der Wald sei frei von Glyphosat mit der Ausnahme der an Fraport verpachteten Flächen im Kreis Groß-Gerau. Der Konzern bekämpfe dort die Traubenkirsche mit Glyphosat. Wieso Fraport diesen Baum nicht einschlägt, sondern stattdessen vergiftet, blieb offen. Es gibt viele gute Gründe, warum das Land Hessen seine landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Ökolandbau umstellen muss. Die Vermeidung des Glyphosateinsatzes und die Vorbildfunktion sind nur zwei. Die grüne Ministerin Priska Hinz muss hier liefern.“