Pressemitteilung, 23.11.2017

Opel: Ein Elektroauto macht noch keine Verkehrswende – Politik ist gefordert den sozial-ökologischen Umbau einzuleiten

 

Anlässlich der Plenardebatte betreffend ‚Opelbeschäftigte in Hessen haben Grund zu großer Zuversicht - Sanierungsprogramm ‚Pace‘ ist eine gute Grundlage für die Zukunft ‘ erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Opel hat die ersten Schritte in Richtung eines zukunftsfähigen Automobilherstellers gemacht. Aber als Autokonzern reicht es heute nicht mehr aus, nur Autos zu bauen. Wer zukünftig erfolgreich sein will, muss als Dienstleister umweltfreundliche Mobilitätskonzepte anbieten, in denen die Hardware E-Auto nur ein Bestandteil ist. Es ist Aufgabe der Politik – nicht der Autobauer, die gerne mit Dieselmotoren weiter Geld verdienen möchten – die Verkehrswende einzuleiten und für die sozialen und ökologischen Leitplanken zu sorgen.“

Aber noch nicht einmal das Wort ‚Verkehrswende‘ habe es in den schwarzgrünen Koalitionsvertag geschafft. Seit Jahren verweigere die Landesregierung einen Verkehrsgipfel. Wenn wir den Klimaschutz ernst nähmen, sei das Ende des fossilen Verbrennungsmotors absehbar. Im Klimaschutzplan sei aber völlig offen, wie der Verkehr in Hessen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten solle, so Schott.

„Verkehrswende als Teil des sozial-ökologischen Umbaus ist deutlich mehr, als nur der Umstieg auf Elektroautos und neue Straßen. Was jetzt nicht nur Opel und VW brauchen, ist ein verlässlicher Plan, wie die Mobilität in Hessen in den kommenden Jahren sozial und ökologisch gestaltet werden soll. Wartet die Politik mit den Konversionsprojekten zu lange, wird es in dieser Branche keine zukunftssicheren Arbeitsplätze geben. Der hessische Verkehrs- und Wirtschaftsminister Tarek AlWazir (Grüne) hat kläglich versagt.