Pressemitteilung, 31. März 2017

Enorme Leistungen der Sozialwirtschaft endlich anerkennen

Im Rahmen der Aktionswoche hat  die Liga der Wohlfahrtsverbände die Sozialwirtschaftsstudie Hessen vorgestellt. Dazu erklärt Marjana Schott, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Das Beschäftigungswachstum der Sozialwirtschaft zwischen 2009 und 2014 ist ca. dreimal so hoch wie das Wachstum der Gesamtwirtschaft. Mit über 226.000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen in sozialen und gesundheitsbezogenen Einrichtungen ist aktuell jeder zehnte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplatz in Hessen der Sozialwirtschaft zuzuordnen. Dies sind beeindruckende Zahlen. Auch die Wertschöpfung ist nicht zu vernachlässigen.“

Der LINKEN sei bewusst welche Leistungen für den sozialen Zusammenhalt von den Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens erbracht würden, so Schott. Es sei enorm wichtig, dass Menschen in Krisensituationen notwendige Unterstützung fänden und Chancen erhielten, ihr Leben zu konsolidieren und zu verbessern.

Schott: „Wir wissen, welche Leistungen von Kolleginnen und Kolleginnen in den Kitas, der Behindertenhilfe, in den Beratungsstellen, der Flüchtlingshilfe, der Pflege und vielen anderen Zusammenhängen erbracht werden. Leider fehlt eine angemessene Anerkennung durch die Landesregierung.

Die Rahmenbedingungen für die Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens sind oft unzureichend. Es fehlt an Geld, Ausstattung und Personal. Am schlimmsten ist die Projektitis, also die Tatsache, dass es für viele wichtige Aufgaben nur Geld gibt, wenn sie in Form eines Projekts stattfinden. Dabei werden die Projektzeiträume immer kürzer, die finanzielle Ausstattung schlechter und die Bürokratie ausufernder. Hier ist die Landesregierung gefordert, soziale Arbeit endlich zu verstetigen und die Leistungen der Sozialwirtschaft endlich anzuerkennen.“