Pressemitteilung, 22. Februar 2017

Rote Zahlen schreibender Flughafen Kassel-Calden: Zukunftssicherung nur ‚dank‘ alternativer Fakten

Zur Landtagsdebatte über die Zukunft des Regionalflughafens Kassel-Calden erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Die schwarzgrüne Landesregierung macht Politik auf der Grundlage von Werbeaussagen von Tourismusfliegern und Managerversprechen, die dazu verdammt, sind die Situation schön und einen Erfolg herbeizureden. Für den Transport von durchschnittlich 102 Passagieren am Tag braucht man keinen ‚internationalen‘ Verkehrsflughafen mit hohen Fixkosten zu betreiben. An vielen Bushaltestellen in Nordhessen werden deutlich mehr Menschen befördert!“

Der Nutzen, den der internationale Flughafen Kassel-Calden bringe, ließe sich zu weitaus geringeren Kosten auch mit einem Verkehrslandeplatz Kassel-Calden haben, so Schott.

„Statt weitere Millionenverluste für die Gemeinde Calden, Stadt und Landkreis Kassel und das Land abzuwenden und Kassel-Calden auf einen Verkehrslandeplatz zurückzustufen, legen sich Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und leider auch SPD-Chef Schäfer-Gümbel für das einstige Lieblings-Leuchtturmprojekt von Ex-Ministerpräsident Roland Koch ins Zeug.

Was wir in der Region brauchen, ist ein gut ausgebauter ÖPNV, der die Mobilität garantiert – auch in den ländlichen Räumen - und einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Das wäre zukunftsweisende Infrastrukturpolitik, die dauerhaft Zuschüsse rechtfertigen würde.“

Mehr dazu:

Antrag der Fraktion DIE LINKE betreffend Regionalflughafen Kassel-Calden: Landesregierung muss endlich die Reißleine ziehen - 19/3843

Rede von Marjana Schotte zum Flughafen Kassel-Calden - 22.2.17