Pressemitteilung, 25. Januar 2017

Schutz von Waldgebieten trotz FSC-Zertifizierung ungenügend – Trickst Hessen bei der Bewertung von Buchenwäldern?

Zur Durchführung der FSC-Zertifizierung im Staatswald und den Vorwürfen von NABU und BUND erklärt Marjana Schott, umwelt- und verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Im Staatswald sind die europäischen Schutzgebiete offensichtlich nicht ausreichend geschützt. Es kommt zu Rodungen, ökologisch unsinnigen Neuanpflanzungen und der Artenverlust kann nicht gestoppt werden. Es ist fraglich, ob die FSC-Zertifizierung der Wälder – bei gleichzeitig hohem wirtschaftlichen Druck auf Hessen-Forst, viel Holz einzuschlagen – diese fatalen Entwicklungen aufhalten kann.“

Laubacher Wald und Hessisches Ried seien nur zwei Beispiele, bei denen das Versagen des Waldschutzes offensichtlich geworden sei, so Schott. Darüber hinaus mache der Naturschutzbund Hessen (NABU) darauf aufmerksam, dass in Hessen bei der Bewertung der Buchenwälder getrickst worden sei.

Schott weiter: „Wenn sich das bewahrheiten sollte, würden wir seit Jahren mit geschönten Daten über den Zustand der hessischen Buchenwälder arbeiten. Wir haben nachgefragt und die hessische Umweltministerin steht hier in der Aufklärungspflicht.

Wir brauchen Transparenz über die Waldbewertung, die FSC-Zertifizierung und eine sofortige Entlastung der Försterinnen und Förster. Der Wald darf nicht noch stärker als Rohstoffquelle ausgebeutet werden. Die Wiederverwertung von Holz muss verbessert werden.“

Hinweis:
Bewertung der Buchenwälder in Hessen (Kleine Anfrage DIE LINKE. Fraktion im Hessischen Landtag)

Rede von Marjana Schott: Transparenz der FSC-Zertifitzierung für den hessischen Staatswald