Pressemitteilung, 19. September 2017

DIE LINKE solidarisch mit den streikenden Klinikbeschäftigten: Mehr Personal für gute Pflege

Heute streiken bundesweit tausende Klinikbeschäftigte für Entlastung. In Hessen gehen Pflegekräfte in  Frankfurt-Höchst und in Marburg für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße. Dazu erklärt Hermann Schaus, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der Streik ist notwendig, da die Gewerkschaft ver.di die Kliniken zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert hat, doch die Arbeitgeber sich nicht gesprächsbereit zeigen. DIE LINKE ist solidarisch mit den Aktionen und Streiks der Klinikbeschäftigten und fordert eine Mindestpersonalausstattung, die gesetzlich oder tariflich festgelegt wird. Deshalb finden heute in weiteren hessischen Kliniken aktive Pausen statt.
Es ist ein Skandal, dass gerade Krankenhäuser permanent gegen den Gesundheitsschutz verstoßen, weil die Beschäftigten keine Möglichkeit für ihre Erholungspause haben oder aus ihrer Freizeit in den Dienst gerufen werden.“

Die neue Bundesregierung müsse dringend die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verbessert werden, so Schaus. Dazu gehöre eine andere und bessere Finanzierung der Kliniken. Dann sei es auch möglich, die 100.000 zusätzlichen Pflegekräfte, die DIE LINKE fordere, einzustellen. Bessere Arbeitsbedingungen würden dann auch dazu führen, dass mehr Frauen und Männer bereit seien, diesen Beruf zu ergreifen.

Hinweis:
An dem Protest in Frankfurt-Höchst nehmen für DIE LINKE. im Hessischen Landtag Janine Wissler, Vorsitzende der Landtagsfraktion, Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer sowie Ulrich Wilken, rechtspolitischer Sprecher der Fraktion, teil. In Marburg nimmt der LINKEN-Landtagsabgeordnete und LINKEN-Landesvorsitzende Jan Schalauske an den Protesten teil.