Pressemitteilung, 24.05.17

Für eine sozialökologische Gerechtigkeitswende – gute Arbeit und soziale Gleichheit müssen Ziele der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes werden

Zur Kritik des DGB Hessen-Thüringen bei der heutigen 9. Nachhaltigkeitskonferenz des Landes, erklärt Marjana Schott, sozial- und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„Der DGB hat vollkommen recht – soziale Kriterien kommen in den bisherigen Zielen der hessischen Nachhaltigkeitskonferenz deutlich zu kurz. Das vom DGB beklagte Ungleichgewicht sehen wir ganz genauso."

Der Vorschlag des DGB, ‚menschenwürdige Arbeit für alle' als Ziel aufzunehmen, sei mehr als  berechtigt. Auch die vorgeschlagenen Indikatoren wie der Anteil der Unternehmen mit Tarifbindung, der Anteil der Unternehmen mit Betriebsräten sowie der Anteil so genannter prekärer Beschäftigung wie befristeter Jobs, Mini-Jobs, Leiharbeit und Werkverträgen seien nachvollziehbar, zielführend und deshalb dringend geboten.

„Der Nachhaltigkeitsbegriff in seiner ursprünglichen starken Version beinhaltet Ziele wie die Überwindung von Armut und Ungleichheit, Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion und Vertiefung der Entwicklungszusammenarbeit. Alle diese Kernziele spielen in der hessischen Diskussion und Zielsetzung kaum eine Rolle. Es geht um nicht weniger als eine sozialökologische Gerechtigkeitswende – regional, national und international. Dazu wird die hessische Nachhaltigkeitskonferenz in dieser Form keinen nennenswerten Beitrag leisten."