Pressemitteilung, 18. Mai 2017

Abriss des AKW Biblis - bestmöglichen Schutz der Bevölkerung gewährleisten

Zur Verbandsklage des BUND Hessen gegen die Genehmigung des Hessischen Umweltministeriums zur Stilllegung und zum Abbau von Anlagenteilen des Kernkraftwerkes Biblis, Block A, erklärt Marjana Schott, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Hessischen Landtag:

„DIE LINKE. Fraktion begrüßt die Verbandsklage des BUND Hessen gegen die Abrissgenehmigung für das AKW Biblis. Natürlich ist es erfreulich, dass das Kraftwerk stillgelegt wurde und abgerissen werden soll. Dieser Abriss muss aber so erfolgen, dass der bestmögliche Schutz der Bevölkerung gewährleistet wird. Insbesondere das so genannte Freimessen von weiter radioaktiven Abrissteilen, die dann als  nicht mehr radioaktiv auf Deponien gelagert oder sogar wiederverwertet werden dürfen, sei fragwürdig. Auch DIE LINKE-Fraktion hatte bereits im Genehmigungsverfahren eingewandt, dass dieses Verfahren nicht hinreichend spezifiziert wurde und deshalb eine regelgerechte Anwendung nicht gesichert ist.“

Der BUND Hessen habe recht, wenn er „grundlegende Reformen im Strahlenschutz“ einfordere, um den Schutz der Bevölkerung vor radioaktiver Belastung sicher zu stellen.